2 Jahre Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

Logo der Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

Wir werden 2 Jahre und das wollen wir am 25. September mit unseren Freunden, Mitgliedern, und Allen, die uns Wohlgesonnen sind, feiern und auf das Erlebte und Erreichte zurückblicken .

 

Ein Rückblick auf 2 Jahre Stoma-Selbsthilfe Braunschweig.

Und wieder sitze ich hier und schreibe diese Zeilen, wie letztes Jahr auch, die das Ausdrücken sollen, was ich auf das bisher Erreichte, erlebte bin…. „stolz“.  Ich kann jetzt nicht mehr schreiben, damit habe ich nie gerechnet, denn das ist so nicht ganz richtig, viel mehr hätte ich es nicht erwartet, gerechnet habe ich schon mit. Vor allem, weil man auch merkt, dass man etwas bewegt hat, dass man auch ernst genommen wird. Hat man uns das im ersten Jahr noch abgesprochen, wir seien ja nur eine Spaß- Veranstaltung, wir würde nicht lange machen, weil uns das Geld ausgehen würde. Auch das gehört dazu, Menschen die einem aus Angst vor etwas Neuem, etwas nicht zugestehen wollen, weil sie meinen, man nimmt ihnen irgendwas weg. Aber wie lautet da ein Satz „That´ s Life „

Wir haben in den 2 Jahren wieder etwas bewegen, erreichen und erleben dürfen, wobei man dachte, das Erlebte aus dem letzten Jahr sei schon „wow„ gewesen, wurde es dieses Jahr nochmals überboten.  Als wir im Mai unseren Schirmherren,  Dr. Köhler offiziell der Gruppen vorstellten, waren 43 Mitglieder der Gruppe mit dabei, wir hatten auch Gäste geladen, dazu, um uns auch gleich auf diesem Wege bei unseren fördernden Krankenkassen zu bedanken. War das ein Moment, den man am liebsten in einer Endlosschleife immer wieder erleben möchte, weil es einfach so ein schönes Erlebnis gewesen war, das man nie wieder loslassen möchte. Es gab auch wieder einen Rückschlag, als wir im Zeitraum von Juni bis August wieder ein Mitglied an den Darmkrebs verloren haben. Warum schreibe ich im Zeitraum, weil wir bis heute nicht wissen, wann genau, nur, dass er in diesem Zeitraum verstorben ist. Das zeigt uns auch auf eine Art, im Zeitalter von Smartphones, Facebook, Whats App und Co.,  die mir gar nicht gefällt, dass man immer noch eine Möglichkeit hat, Andere im Dunkeln zu lassen. Dass finde ich zwar nicht schön, aber eine Tatsache, die nun mal unabänderlich ist. Er hat, wie die anderen Verstorbenen, auch seine Spuren hinterlassen und wir können nur sagen: “Danke, das wir dich ein Stück deines Weges begleiten durften, lieber Udo“. Auch du wachst jetzt gemeinsam mit Christel und Ulla auf der Wolke über uns. So ist nun mal das Leben, ein kommen und gehen, was bleibt, sind nur die Erinnerungen, die irgendwann mal, leider verblassen werden.

Kommen nun wieder zu etwas Erfreulichem und das ist die Entwicklung der Gruppe, was die Stärke und auch die stetig hohe Teilnehmerzahl an den Gruppentreffen zeigt. Diese liegt seit nun schon fast einem Jahr bei konstanten 24 Mitgliedern, die regelmäßig an den Treffen teilnehmen. Auch die Gesamtzahl ist auf wieder 42 gestiegen. Auch was das Einzugsgebiet angeht, ist der Bekanntheitsradius erheblich vergrößert worden, neben Berlin, Magdeburg, auf jetzt Hildesheim, Göttingen bis nach Osterode am Harz. Und ganz ehrlich, da sage ich jetzt, damit hätte ich jetzt nun gar nicht gerechnet und freut mich für die Gruppe ungemein. Bestätigt sich damit auch unsere Arbeit, für die Gruppe.

An dieser Stelle möchte ich mal persönlich werden, denn es gibt für mich 3 Menschen ohne die ich, dass so nicht bewältigen könnte und ich möchte das mal nutzen, um mich mal bei diesen lieben  Personen zu bedanken.

Als da wären: “Timo , Liane und Danny ( meine Frau)“ Ich weiß, ihr sagt immer, es sei selbstverständlich, ihr macht doch nicht so viel und ich soll die Kirche im Dorf lassen, ich sage aber Danke Timo, auch wenn du viel um die Ohren hast, sei es beruflich, oder als Trainer, bist du mir dennoch eine sehr große Hilfe, dafür bekommst du ein Danke schön von mir. Die nächste ist Liane, die sich selbst angeboten hat, die Gruppe und mich zu unterstützen, auch dir sage ganz herzlichen Dank, für deinen Einsatz. Bleibt noch zum Schluss mich bei einem für mich sehr besonderen Menschen wieder einmal zu bedanken, meiner Frau Danny. Mir fehlen schon wieder die Worte, weil ich so stolz auf diesen Menschen bin und vor allem glücklich darüber bin, mit Ihr all das erleben zu dürfen, denn das ist in dieser heutigen Zeit nicht ganz was Selbstverständliches. Danke mein Hase für deinen Einsatz, Unterstützung und Liebe.

Das soll es jetzt erst mal gewesen sein, und verweise auf unsere Homepage, denn dort wird in den nächsten Tagen ein ausführlicher Bericht zu lesen sein. Auch über unsere Teilnahme am 14. Stomaforum – Kinderstomatag in Magdeburg, wird nebst Bildern dazu, zu finden sein. Auch zu den letzten Veranstaltungen, wo wir als Aussteller dabei sind, werden Berichte auf der Homepage zu finden sein.

September:
24. Sept. von 11.00 bis 14.00 Uhr im HEH in Braunschweig

Oktober:
19.Okt. von 13.00 bis 18.00 Uhr, 7. Niedersächsische Wundtag in Braunschweig
22. Okt. Krebsinformation im Novohotel in Hildesheim

 

Bis dahin wünschen wir all unseren Lesern, und Wohlgesonnenen eine schöne Zeit und alles Gute.

Viele Grüße, euer Team der Stoma-Selbsthilfe Braunschweig

Wanderaustellung im HEH vom 04.03.2015

Wanderaustellung der Nds-Krebsgesellschaf in BS im HEH

SHG Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

 

Wanderaustellung der Nds-Krebsgesellschaf in BS im HEH am 04.März 2015

Eine Zusammenfassung von der Eröffnung der Wanderausstellung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft vom 04/März 2015, die zum ersten mal zu Gast im Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig war.
Eine Zusammenfassung der Eröffnung der Wanderausstellung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft am 04/März, die zum ersten mal zu Gast im Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig war. Mit einem Vorwort von mir zum Thema Darmkrebsvorsorge-Untersuchung, da es sich ja um den Darmkrebsmonat März handelt. Diese Meinung muß keiner Teilen aber ich finde am kann gar nicht oft genug drauf hinweisen , auch wenn es sich nicht um den jährlich stattfindenen Darmkrebsmonat handelt. Wie wichtig die Krebsvorsorge generell ist, und Männer sich trauen sollten, sich in den Hintern gucken zu lassen.
Die Wanderaustellung der niedersächsichen Krebsgesellschaft ist in Braunschweig, im Foyer des Krankenhaus HEH in Melverode zu Besuchen. Diese Ausstellung ist seit dem 04/März bis einschließlich 18/ März zu dort zu Gast und behandelt das Thema Krebsfrüherkennung. Da wir uns ja im Monat März befinden, und dieser, wie letztes Jahr auch, wieder ein Darmkrebs-Monat ist, komme ich nicht umhin, alle darauf hinzuweisen, wie wichtig gerade die Darmkrebsvorsorge-Untersuchung ist. Diese Aufruf gilt ins Besonderen den Herren der Schöpfung, weil die Männer meinen “ Nein, ich brauch das nicht, das betrifft mich nicht, und daher kümmert es mich nicht“ Ich sage euch nur eins, geht hin, und seid ein Mann, denn echte Männer gehen zur Darmkrebsvorsorge- Untersuchung, denn nur Memmen bleiben zu Hause, und ihr wollt doch auch Morgen noch ein echter Mann sein, also seid endlich Mann und geht dahin. Denn die Untersuchung dauert nicht lange, und tut nicht mal weh, sondern kann unter Umständen Leben retten, weil nur dadurch frühzeitig eine Darmkrebserkrankung erkannt, und behandelt werden kann.
Am 04/März wurde gegen 12:00 Uhr die Wanderausstellung durch Herrn Pfeil eröffnet. Alle Anwesenden wurden durch die Pressesprecherin des HEH begrüßt, und Einige wurden namentlich aufgerufen, darunter waren z.B die Frauen Selbsthilfe nach Krebs, vertreten durch Fr.Lauer, die Prostata Selbsthilfe Braunschweig, vertreten durch Hr. Schaller. Alle jetzt hier auch nochmal zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen, aber neben diesen beiden SHG´s waren der Verein der Krebsnachsorge e.V. Braunschweig dabei, der Verein der Kehlkopflosen e.V. aus Braunschweig, sowie meine Wenigkeit mit der Stoma-Selbsthilfe Braunschweig, sollte ich jemanden vergessen haben bitte ich um Verzeihung.
Nach einer kurzen Vorstellung des HEH, und dem Hinweis darauf, dass das Darmkrebszentrum am HEH in der Zertifizierungsphase zum Darmkrebszentrum steht, wurde das Wort an Herrn Pfeil übergeben. Dieser begrüßte auch erstmal alle Anwesende sehr herzlich, und betonte im weiteren Verlauf, dass die Wanderaustellung zum ersten mal in Braunschweig zu sehen ist, und sie in Niedersachsen schon in vielen Städten zu Gast war. Er machte in seiner Rede auch deutlich, wie wichtig die Krebsfrüherkennung ist, und das auch die Vereine, sowie Selbsthilfegruppe ein wichtiger Pfeiler darstellt, denn dort können sich Betroffene, Angehörige, untereinander austauschen und das sei daher mit einer der wichtigen Anlaufstellen für die Zeit, nach und vor der Erkrankung. Krebs ist ein sehr wichtiges Thema, denn es kann Jeden treffen. Genauso wichtig ist die Aufarbeitung nach der Krebsbehandlung, die Arbeit in den SHG`s und Vereinen, den psychischen Teil, mit der Situation umzugehen. Nachdem alle Anwesenden SHG`s, Vereine und Verbände ihr Informationsmaterial auslegen durften, fand noch eine allgemeine Unterhaltung unter den einzelnen Anwesenden statt. So verließen  wir, die Ausstellung nach gut 3 Std. wieder, mit einem guten Gefühl 🙂 denn es war der erste Öffentliche Auftritt der SHG 😀

Rückblick zum Gruppentreffen vom 03.09

Rückblick auf das Gruppentreffen vom 03.September, mit dem Besuch von Tamara (Stoma-na-und.de)…

 

Tamara, Danny und Carsten und die Metallsklupturen

Bildquelle: © stoma-selbsthilfe-bs.de

 

 

…Aber der Reihe nach

Braunschweig, am 03. September gegen 12:15 Uhr, traf Tamara bei uns ein. Ich muss dazu sagen, dass es für mich persönlich, das Treffen war, auf das ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte, nach ellenlangen Telefonaten, sich nun auch mal persönlich, quasi live, und in Farbe zu sehen. So hatten wir auch Zeit für einen ganz persönlichen Plausch, mit einem anschließenden Stadtbummel. Das Wetter war schön, die Sonne schien, und das Mittag-Essen musste ja auch verdaut werden, es gab Kürbissuppe mit Parmesan überbackenem Ciabatta. Wir trafen dann auch auf unseren 2. Gruppensprecher (Timo), und so zogen wir zu viert durch die Geschäfte. Man war auf der Suche nach einem Bademantel für Tamara und ihren Liebsten. Gefunden wurde nichts, und so ließ man den Frust darüber an einem Eisbecher und Milchkaffee aus. Die Zeit verstrich, und man machte sich dann so langsam Richtung Heimat auf, denn das Gruppentreffen stand bevor, und man musste noch einiges zusammensuchen dazu, und Stylen musste man sich auch noch.

Es wurde 18:00 Uhr, und das Treffen begann, und wie es dann so kommt, spielte die Technik uns einen Streich. So musste der Vortrag von Tamara ohne Power-Pointunterstützung ablaufen. Was im Nachhinein äußerst positiv aufgenommen wurde, dadurch wurde der Vortrag mit kleinen sportlichen Einlagen von Tamara untermalt. Sie erzählt uns über ihr Leben mit einem Stoma, was sie erlebt hatte, und wie sie sich zurück gekämpft hat. Manchmal konnte man lachen, über das, wie sie es uns dann auch im Erzählen optisch dargestellt hat. An anderer Stelle wieder stockte einem der Atem, wo sich dann auch Viele wieder erkannten, weil sie Ähnliches durchgemacht haben. Das Ganze endete anschließend in einer richtig tollen Diskussion, wo es z.B. auch um Liebe, Sex und Zärtlichkeit mit einem Stoma ging. Im weiteren Verlauf konnten und wurden Fragen gestellt wie z.B. wie über „wie sage ich es meinem Partner, wann ist der richtige Zeitpunkt“. Diese und noch viele weitere Fragen wurden dann durch Tamara beantwortet. Wir hatten auch 4 Stomatherapeutinnen zu Gast, von einem großen deutschen Homecarer 2, und Zwei aus dem städtischen Klinikum Braunschweig. Dadurch fanden dann auch sehr anregende Gespräche, und ein Informationsaustausch unter den Therapeutinnen, der Gruppe und Tamara statt. Auch die Produkte konnte man anfassen und auch tragen. Es war alles vertreten was Rang und Namen hat (vom Känguru bis zum Opossum) bei Stoma-na-und.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei der lieben Tamara ganz herzlich bedanken, es war ein super toller Tag mit Dir, ein richtig klasse Vortrag. Für deine Zeit, und die vielen Inspirationen, die du Vielen gegeben hast. Vielen vielen Dank dafür, liebe Tamara 🙂 PS: Da es nicht selbstverständlich ist, zwischen all deinen Termin noch die Zeit zu haben, zu uns zu kommen.

Artikelserie Gesundheitswochen der Braunschweiger-Zeitung

Carsten.jpg

Die Serie GESUNDHEITS WOCHEN Magen/Darm

Erschinen am Donnerstag, 21.Mai 2015│braunschweiger-zeitung.de│Nr.116│70 Jahrgang und nachzulesen hier—> http://www.braunschweiger-zeitung.de/verbraucher/gesundheitswochen/leben-ohne-di ckdarm-id1879313.html
An seinem 34. Geburtstag feierte Carsten Gebhardt ein bedeutungsvolles Fest. 34 Jahre, noch am Leben, offenbar bei bester Gesundheit, nicht mit 33 gestorben wie seine Mutter. Darmkrebs hatte sie, Gebhardt verlor sie als Elfjähriger, und nach diesem Schicksalsschlag hatte er sich geschworen: Wenn ich älter werde als meine Mutter, dann mache ich eine Sause. Die Feier war ausgelassen und Gebhardt voller Zuversicht. Zu diesem Zeitpunkt ahnte er nicht, dass auch er an Darmkrebs erkranken würde, bereits fünf Jahre später bekam er die erschütternde Diagnose. Erblich bedingter Krebs, der Dickdarm voller Polypen und Karzinome, in einer langwierigen OP musste dieser komplett entfernt werden.
„Die Diagnose riss mir damals den Boden unter den Füßen weg“, sagt der 43-Jährige heute. Vorwürfe, die Vorsorgeuntersuchungen nur zum Teil wahrgenommen zu haben, und Bilder seiner leidenden Mutter quälten ihn. Doch auch Hoffnung machte sich breit: Die Ärzte seien zuversichtlich, dem Krebs durch die OP den Garaus gemacht zu haben, und das Stoma könne ein halbes Jahr danach rückverlegt werden. Stoma – dieser künstliche Darmausgang, der die Ausscheidungen in einen Beutel leitet, da der Stuhl nicht mehr auf natürlichem Wege ausgeschieden werden kann. Der Ausgang in der Bauchwand mit dem Beutel war für Carsten Gebhardt zwar gewöhnungsbedürftig, aber kein allzu großes Problem. „Ich wusste ja, dass ich ihn bald loswerden und dann wieder normal zur Toilette gehen würde.“ Doch die Rückverlegung entpuppte sich als Problem. Der Braunschweiger konnte anschließend kein Essen bei sich behalten, permanente Krämpfe quälten ihn – fünf Tage später musste das Stoma wieder angelegt werden. „Die Tage waren die Hölle. Ich wollte nur noch mein Leben zurück, das Stoma war für mich quasi Lebensretter.“
Seitdem lebt der 43-Jährige mit Hautschutzring, Basisplatte und Beutel am Bauch. Nach vier Tagen wird alles ausgetauscht, der Beutel jeden Tag gewechselt, bis zu zehn Minuten nimmt das in Anspruch. Zehn Minuten für ein einigermaßen normales Leben. Einige Einschränkungen gibt es, etwa bei der Ernährung. Eine Pilzpfanne kann er nicht mehr hemmungslos essen, dann bekommt er Verdauungsprobleme. Zu schwer heben darf er ebenfalls nicht mehr. Ansonsten: Duschen geht, Rad fahren auch, sogar Schwimmen ist möglich. Dann mit Gurt um den Bauch.
Ein Problem ist die Arbeit. Den Job als Glas- und Gebäudereiniger kann er wegen des Hebens nicht mehr ausüben, und so muss er sich gelegentlich Bewerbungsgesprächen stellen. Eine echte Hürde: „Ich muss mich immer wegen meines Stomas rechtfertigen, ich hasse das. Das ist diskriminierend.“ Ein Jobangebot gab es bisher keines, aktuell leben er und seine Frau vom Arbeitslosengeld. Das Stoma ist laut Gebhardt noch immer ein Tabuthema in der Gesellschaft. Selbst sein ehemals bester Freund hat sich nach Bekanntwerden der Erkrankung von ihm abgewandt. Damit diese aus der „Ekelecke“ herauskommt, und um anderen Betroffenen Halt zu geben, hat Gebhardt eine Selbsthilfegruppe gegründet. Weil er Gleichgesinnten zeigen möchte, dass das Leben mit Stoma zwar Einschränkungen mit sich bringt, aber dennoch lebenswert ist.

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Stoma-Selbsthilfe Braunschweig „die Kängurufreunde“——> http://www.stoma-selbsthilfe-bs.de

Carsten Gebhardt aus Braunschweig ist Stoma-Patient.
Foto: Iris Antelmann
*Bildquelle

1 Jahr Stoma~Selbtshilfe Braunschweig

SHG Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

Ein Rückblick:

Es war der 25. September 2014, als sich die Selbsthilfegruppe zum allerersten Mal um 18:00 Uhr traf. Bis es aber soweit war, musste noch viel organisiert werden. Also eine passende Gaststätte musste her, diese wurde recht schnell gefunden, es war die Schickeria in Braunschweig Hannoversche Straße 60. Mit der Unterstützung der KIbiS machte man sich ans Werk. Mit einer sehr lieben Freundin, haben dann meine Frau und ich in stundenlangen Telefonaten nach einem passenden Namen für die Gruppe gesucht, und nach langem Überlegen wurde dann der Name Stoma-Selbsthilfe Braunschweig mit dem Zusatz „die Kängurufreunde“ für passend gefunden. Es wurden dann Flyer erstellt, wie viele es waren, weiss ich nicht mehr, aber es war eine Menge. Bis sie dann schlussendlich fertig waren, vergingen gut 4 Wochen.
Zum Gück hatte ich ja auch Hilfe durch die KIBiS gehabt, die mir die Pressearbeit zum Teil abnahmen. Dann kam der große Tag, und ich rechnete mir nicht viele Teilnehmer aus, bin bis zum Schluss von höchstens 10 Teilnehmern ausgegangen, tja, was soll ich sagen, es wurde übertroffen. Die tatsächliche Besucherzahl betrug am Ende 35 Teilnehmer, und das aus dem Stand.Die ersten Treffen vergingen recht schnell, man hatte einen 14 tätigen Rhythmus gehabt, und die ersten 4 Treffen wurden von der KIBiS begleitet. Das erste Treffen im November war dann erstmals ohne die KIBiS, und mit einer fast genauso hohen Teilnehmerzahl, es kamen 27 Mitglieder zusammen. Im Dezember wechselten wir dann unsere Räumlichkeit, und verlegten diese ins Rosencafé, wo wir uns bis heute jeden 1. Donnerstag im Monat treffen.
Die Mitgliederzahl der Gruppe hat sich bis heute gut entwickelt, und es hat sich ein fester Kern gebildet, der sich regelmäßig trifft, und immer viel Spaß hat. Auch Rückschläge gab es, und das gleich zweimal in einem Monat. Es war der 02. Mai 2015, da kam der erste Schock mit dem sehr schmerzlichen Verlust einer sehr lieben Freundin, die auch bis dahin unsere 2.Gruppensprecherin war. Man war noch am Trauern, da folgte der zweite schmerzliche Verlust für uns, genau 26 Tage später verlor ebenfalls eine sehr liebe Freundin und Mitglied der Gruppe ihren Kampf. Beide werden wir nie vergessen, und immer in unseren Herzen bei uns tragen. Denn beide haben die Gruppentreffen durch Ihre Art geprägt, hatten immer ein offenes Ohr gehabt, für die Sorgen und Nöte der Anderen, und das, obwohl Beide selbst ein schweres Paket zu tragen hatten.
Das große Highlight für die Gruppe war die Teilnahme im Juni 2015 am 12. Braunschweiger Selbsthilfetag unseren 1. öffentlichen Auftritt und Vorstellung der Gruppe der Besucher der Veranstaltung. Dieser Tag wurde für uns ein voller Erfolg, da man nicht wirklich Zeit zum Durchatmen hatte. Man war immer umlagert, von Betroffenen, Neugierigen am Stand, die mit Problemen kamen oder auch nur um uns Ihre Sorgen und Nöte mitteilen wollten, kurzum man hatte für alle ein offenes Ohr und konnte auch dem ein oder anderen mit einem Rat/Tipp weiterhelfen.
Wir möchten uns auch bei unseren Förderern, Unterstützern und Freunden bedanken, denn ohne deren Hilfe wäre so vieles nicht möglich gewesen,
der Dank geht an die, Audi BKK (Frau Werwitzke), AOK ( Frau Germolus), Barmer GEK (Herrn Hans Peter Petersen), Deutsche BKK (Frau Andrea Mende), IKK classic (Frau Nora Bergmann), Niedersächsische Krebsgesellschaft (Frau. Dr. Burmester und Herrn Carsten Pfeil), DRK Kreisverband Braunschweig-Salzgitter ( Frau Mette und Herren Burow), unseren Förderern.
bei unsere Unterstützern, Herrn Wolter und Frau Kampen (Kontaktstelle für Selbsthilfegruppe in Braunschweig (KIBiS) sowie ans HEH (Frau Zupp), Dr. Chrsitian Reise (Braunschweiger Studieninstitut für Gesundpflege GmbH, sowie Herrn Hambrügge (Maconet GmbH), Silke Leisse (Dunkel GRUEN) unserer Grafikdesignerin.
Bei unseren Freunden, der SHG Frauen-Selbsthilfe nach Krebs Region Braunschweig (Lydia Lauer und Uta Blankenburg), Miriam Rössler (Oxmed), Rote-Hose Darmkrebsvorsorge e.V, die Stiftung Lebensblicke e.V. und vielen anderen lieben Freunden, sowie unserer lieben Freundin Monika Skrzypczak von der SHG Stoma-Selbsthilfe Hofgeismar. Denn ohne diese lieben Menschen, wöre so vieles nicht möglich gewesen, und hätte nicht umgesetzt werden können, vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Alle.
Sollte ich Jemanden vergessen haben, dann Bitte ich vielmals um Entschuldigung.

Bericht zum Krebsinformationstag

SHG Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

 

Zusammenfassung, über unsere Teilnahme am Niedersächsischen Krebsinformationstag, vom 07. November in Braunschweig

 

 

Hallo Zusammen,

Vorweg möchte ich mich erst mal entschuldigen, dass es diese Zusammenfassung erst verspätet kommt „Tut mir Leid“, aber man hat auch ein Leben neben dem Internet, den Social Media Plattenformen, sollte nicht wieder vorkommen, mit einer verspäteten Veröffentlichung.

 

Tja, was soll ich sagen, vorweg erst herzlichen Dank an Herrn Christoph Hambrügge und seine Frau, sowie alle seinen Helfern/-innen für eine sehr gelungene Veranstaltung, und das wir an Dieser als Aussteller mit dabei sein durften. Der Tag fing eigentlich wie jeder andere auch an, es war nass, kalt und regnerisch, mit ein paar Sonnenstrahlen zum Schluß. Gut, der Regen und die Kälte hat uns in der Stadthalle nicht gestört, aber man mußte ja alles trockenen Fußes erst mal zum Auto, und dann in die Räumlichkeiten der Stadthalle bekommen. Wir trafen gegen 08:00 Uhr ein, und trafen auf eine befreundete andere Selbsthilfegruppe, der Frauen-Selbsthilfe nach Krebs Region Braunschweig. Da wir uns ja schon von anderen Veranstaltungen kannten, freuten meine Frau und ich auf ein Wiedersehen, mit der Gruppenleitung und einigen Mitgliedern der SHG. Nach einer gefühlten Ewigkeit, es waren glaube ich, nur 15 Minuten, ging es dann mit dem Lastenaufzug hoch in die erste Etage, wo wir unseren Standplatz hatten.

Der Aufbau verlief ruhig und zügig, es war auch Zeit für einen Kaffee und eine Scheibe Brot, und es ging man zum ersten Mal rum und guckte, wer noch so alles dabei ist, den man kannte. So machten meine Frau und ich uns auf den Weg, um uns Alles in Ruhe, und vor dem Sturm anzuschauen. Einige Aussteller kannten wir auch, nur durch Schriftverkehr, so bei der Niedersächsischen Krebsgesellschaft, und andere kannten wir auch persönlich, so z.B. den Verein der Krebsnachsorge e.V., den GPV, ein Homecare- Unternehmen aus Hannover, die Frauen Selbsthilfe nach Krebs Region und Braunschweig und die Veranstalter des Informationstages, den Herrn Hambrügge und seine Frau.

Es waren noch viele weitere Aussteller dabei, die jetzt alle mit zunennen, würde hier den Rahmen sprengen. Ich war überrascht, wie groß es war, vor allem das Programm von Anfang bis Ende ging es zur Sache, angefangen mit der Begrüßung und Eröffnung durch Frau Dr. Burmester und einem sehr guten Vortrag, und auch sehr authentischen Bericht, der Schauspielerin Kathrin Spielvogel, mit dem Titel „Therapie überstanden – und was nun?“. So ging es mit kleinen Unterbrechungen, mit Fachvorträgen über neue Behandlungsstrategien und Therapiemöglichkeiten in der Tumorbehandlung. Es gab zu Vorträge über Brustkrebs, zu Tumoren im Verdauungstrakt (Darm/- Magenkrebs), Kopf-und Hals-Tumoren, über urologische Tumoren also Hoden/- Prostata/- und Blasenkrebs, Lungenkrebs und dem Unterleibskrebs der Frau. Also ein breites Spektrum wurde abgedeckt, es wurde aber auch über die Zeit nach der Turmor-OP, also über den Weg zurück ins Leben referiert, und da ist mir ein Thema in Erinnerung geblieben, und zwar „Welchen nutzen haben Selbsthilfegruppen?“ Leider konnte ich diesen Vortrag nicht besuchen, da unser Stand regelrecht überrannt wurde, und ich wollte meine Frau nicht allein damit lassen.

Wenn die Pause zu Ende war, und die Besucher/-innen sich in die jeweiligen Säle begaben, kehrte auch wenig Ruhe ein, und man konnte sich mit anderen Ausstellern unterhalten, und neue Verbindungen knüpfen, sich austauschen. Wir hatten auch eine kleine Schale mit Eiskonfekt auf unserem Tisch angeboten, und schnell stellte sich das als kleine Falle heraus, denn diese Schale schreite förmlich „esst mich“  und führte manches mal zu kuriosen Situationen. Die Zeit verging auch wieder ziemlich schnell, und so fingen alle auf die Minute, genau um 15:30 Uhr an, mit dem Standabbau.

Für mich war der Tag und die Veranstaltung, eine sehr Interessante, weil viele wichtige Themen wie Therapiemöglichkeiten, Behandlungsstrategien angesprochen wurden, und es auch nochmal betont wurde, wie wichtig gerade auch die Darmkrebsvorsorge ist, und sie überhaupt nicht weh tut, als auch über das Leben mit der Erkrankung, und wie geht es weiter, gesprochen wurde. Hierzu fand auch ein Vortrag statt, der gut besucht war, dieser hatte den schönen Namen: Let´s talk about Sex? (Gab es da nicht auch mal ein Lied zu?? Glaube, es war von Salt´N´Pepper und von Werner Wichtig in veralberter Form gesungen). Daher freue ich mich schon, auf den nächsten Krebsinformationstag in Braunschweig, dieser wird erst in 2 Jahren wieder zu Gast in der Stadthalle sein, und ich hoffe, dann ist er genauso gut besucht, und hat ähnlich gute Themen, Vorträge rund ums Thema Krebs und wie lebt es sich damit.

Viele liebe Grüße das Team der Stoma-Selbsthilfe Braunschweig

Bildrechte und Copyright© liegen ausschließlich bei der Stoma~Selbsthilfe Braunschweig.

Zusammenfassung, vom 6. Niedersächsischen Wundtag 2015

SHG Stoma~Selbsthilfe Braunschweig

Eine Zusammenfassung, über unsere Teilnahme am 6. Niedersächsischen Wundtag vom 14. Okt. 2015.

Immer noch ein wenig geschafft und beeindruckt, von gestern. Das am 1. Coloplast- Stoma- Forum, zum Welt Stoma- Tag am 03. Okt. und ich wäre begeistert gewesen. Denn genau so, wie gestern, sollte eigentlich jede Veranstaltung ablaufen, mit vielen Teilnehmern, vielen Ausstellern, und einer Themenvielfalt, kurz um, es wurde was geboten.

Gut, nun handelte es sich gestern um eine Veranstaltung für Stomatherapeuten/innen, Pflegefachkräften etc.

Als wir ankamen, es war gegen 11:00 Uhr, begannen wir mit dem Aufbau, Dieser war zügig abgeschlossen, und so hatten wir Zeit, und schauten uns um, wer noch alles dabei ist. Es waren zwei Home- Carer dabei, zum einem die GPV aus Hannover, und Noma- Med aus Harsum, so fanden wir auch den Hersteller Eakin, ConvaTec, B.Braun Melsung, sowie 3M und Fresenius Kabi Deutschland GmbH (beide Firmen dürften Viele kennen, sie stellen die Cavilon Applikatoren (auch Lolly´s genannt) her.) Insgesamt waren es 18 Aussteller, und wir als einzige Selbsthilfegruppe.

Schnell verging die Zeit, und der Wundtag wurde durch Herrn René Schwartz, Wundexperte ICW am Städtisches Klinikum Braunschweig gGmbH um 13:00 Uhr eröffnet. So kehrte erst mal Ruhe ein, und die Aussteller besuchten sich gegenseitig, um sich auszutauschen, neue Netzwerke zu knüpfen. Gegen 14:30 Uhr war es mit der Ruhe wieder vorbei, denn die erste Pause stand an. Schnell war der Raum, wo wir unseren Stand hatten überlaufen. Man wurde quasi überrannt, es fanden viele informative Gespräche statt, über das warum, wieso, weshalb es uns gibt. Wann und wo wir uns treffen, und wer alles zu den Gruppentreffen kommen kann. Nach einer halben Stunde war es dann auch wieder vorbei, und die Pflegeexperten gingen zurück in den Vortragsaal. Diesmal waren auch wir dabei (wir, das waren Timo, Moni und Ich), denn es folgte ein Vortrag von Prof. Dr.Dr. hc G. Schumacher über das Stoma. Es war ein sehr eindrucksvoller Vortrag. Es wurde nicht so staubtrocken vorgetragen, wie man es gewohnt ist, sondern an einigen Stellen konnte man auch kräftig lachen. Für mich war dieser Vortrag dadurch erfrischend, locker, flockig, und ich konnte nicht mal einschlafen, so interessant war er.

Der Vortrag war vorbei, man dachte noch, die Veranstaltung läuft weiter, also die Ausstellung, da war ich überrascht, wie schnell alle 18 Aussteller ihre Stände abgebaut hatten, und es so aussah, als ob nie etwas gewesen ist. Der Wundtag wurde um 18:00 mit einer Abschlussrede durch Herrn René Schwartz, Wundexperte ICW, dann offiziell beendet und man verabschiedete sich,  zum wiedersehen am 7. Nds.-Wundtag im nächsten Jahr.

Mein persönliches Fazit ist: Das hat mir sehr gut gefallen, interessante Aussteller, viele noch interessantere Themen. Es wurde bzw. war nie langweilig und verstaubt. Das Wichtigste, man hatte die richtigen Leute um sich, eben die Stomatherapeuten/innen, Pflegeexperten, und man hatte so einen 1:1 Erfahrungsaustausch, und konnte neue Kontakte für die Zukunft knüpfen. Ich freue mich schon auf den nächsten Nds.- Wundtag, nächstes Jahr, am 19. Oktober, wo wir wieder mit dabei sind.

Bilder zur Veranstaltung findet ihr *hier