Das Endergebnis der Ausschreibung…

…der KKH im Bereich der Stomaversorgung

Foto:Reduziert ©Gabi Schoenemann / pixelio.de

Im Frühjahr 2016 wurde bekanntgegeben dass die KKH über Ausschreibungen der Produktgruppe 29 (= Stomaversorgung) die Versorgung durch die Leistungserbringer (=HomeCare-Unternehmen, Sanitätshäuser u.a.) zukünftig vergeben bzw. regeln möchte. Dagegen sind viele Patientenvereinigung, Selbsthilfegruppen (z.b die Stoma~Selbsthilfe Braunschweig) und auch Facebook-Gruppen (Beispielweise die Beuteltiergruppe, die Käng-Uros u.a.) Sturm gelaufen. Es gab sogar eine Petition die von drei Betroffenen ins Leben gerufen wurde. Man wandte sich an verschiedene Medien (Zeitungen, Radio und Co.) und Politiker aber gebracht hat es schlussendlich nichts, was ich persönlich sehr Schade finde. Im November 2016 wurde durch das OLG Düsseldorf die Ausschreibung in einem Urteil als rechtmäßig und korrekt anerkannt.

Seit dem 26. Oktober 2016 sind auch für alle Ausschreibungsgebiete (sogenannte “Regionallose“) Ausschreibungen erfolgt. Es gibt insgesamt 16 Regionallose und pro „Los“ haben je drei Bewerber den Zuschlag erhalten. Die Stoma~Selbsthilfe Braunschweig hat eine Liste “ Auflistung Rahmenpartner der Lose“ von der KKH zugesandt bekommen. Diese Liste kann per mail an: kontakt(at)stoma-selbsthilfe-bs.de unter dem Stichwort „Rahmenpatner Lose“ angefordert werden.


Mit den bisher zur Versorgung berechtigten Nachversorgern (=Leistungserbringer) kündigt die KKH zum 31.März 2017 die Verträge auf. Und die neuen Verträge sollen dann frühestens ab 01. April 2017 gültig werden. Da es durchaus noch sein kann, dass betroffene KKH-Versicherte noch Genehmigungen für Stomaversorgung besitzen, die über den 31.März 2017 liefen, also längere eine Gültigkeit haben (3-Monats-, 6 Monats und/oder Jahresverordnungen). Diese werden noch bis zum Ablauf der Genehmigungszeit nach dem bisher gültigen Verträgen bzw. Richtlinien versorgt. Bedeutet nichts anderes als, dass sie noch von ihrem jetzigem Nachversorger weiter versorgt werden.

Achtung Wichtig: Der bisherige Leistungserbringer muss auch noch solange seiner Versorgungspflicht nachkommen! Auch alle jetzigen Genehmigungen als die noch vor dem 31.März ausgestellt bzw. erteilt werden (selbst dann wenn deren Laufzeit über den Stichtag 31.März hinausgehen), erfolgen noch nach dem geltendem Vertragsrecht von vor der Ausschreibung. Auch davon Betroffene gilt das, was oben drüber geschrieben steht. Für alle andere KKH-Versicherten Stomaträger-/innen, deren Genehmigungen (also der Versorgungszeitraum) zum 31.März enden bzw. auslaufen, und für neue Stomaträger-/innen ab dem 01.April heißt dass, das Sie dann nur noch unter den 3. Ausschreibungsgewinnern für ihr Regionallos auswählen dürfen, wer sie weiter versorgt. Die davon betroffenen KKH-Versicherten Stomaträger-/innen, werden rechtzeitig über die neuen Vertragspartner bzw. Vertragsinhalte informiert.

Anmerkung: Es hat jeder Versicherte das Recht und die Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln. Gleiches gilt auch für seinen Nachversorger. So ein Kassen-Wechsel birgt aber auch eine Unsicherheit, will man seinen bisherigen Leistungserbringer beibehalten, sollte man sich vor einem Kassenwechsel, bei der neu Ausgesuchten Krankenkasse erkundigen, ob sie mit dem einen Versorgungsvertrag (nach § 127 Abs.2 SGB V.) hat. Inwieweit sich andere Krankenkassen, durch den Erfolg der KKH jetzt infizieren lassen, jetzt auch die Stomaversorgung demnächst die Stomaversorgung auszuschreiben, bleibt abzuwarten –

Ich persönlich befürchte aber, es wird so kommen, gerade weil auch die Deutsche BKK und die Barmer GEK sich zusammengeschlossen haben. Die Spatzen pfeifen auch schon  aus dieser Richtung leise von den Dächern, dass auch dort über eine Ausschreibung nachgedacht wird.

Solltet Ihr Probleme mit Krankenkassen haben, ihr über einen Wechsel nachdenkt und/oder anderweitig Hilfe braucht z.b. mit der Stomaversorgung, meldet euch einfach bei der Stoma~Selbsthilfe Braunschweig: Saarstraße 28, 38116 Braunschweig, E-Mail: kontakt(at)stoma-selbsthilfe-bs.de, Tel.: +49(0) 15901507450

Im Anhang findet ihr folgenden PDF-Dateien:
KKH-Ausschreibung2016 Lose 1-16
Auflistung der Rahmenpartner

weiter Unterlagen (Vergabeunterlagen_Stoma_ Leistungsbeschreibung und Mustervertrag zum Regionallos 2) kann ich allen Interessierten per mail zu schicken.

Wenn Post und DHL mal wieder Streik

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Wenn die Post und DHL mal wieder Streikt – kann ich dann mit der Zustellung der Stoma-Versorgung rechnen?
Streiken Brief- und Paketboten von Post und DHL mal wieder unbefristet. Die Lieferungen sich zu Türmen in den Verteilzentren stapeln, wer dann nur noch sehr wenig Stoma-Versorgungsmaterial in der Rückhand hat, der bekommt bei diesen Meldung in den Nachrichten, Angstperlen auf seine Stirn. Was wenn nun gerade mein Paket liegen bleibt, und tagelang auf seine Zustellung wartet? Wer seine Hilfsmittel-Verordnung vorab an seinen Versorger gesendet hat, muss mit herblichen Verzögerungen bei der Zustellung rechnen.

Denn viele Stomaträger erhalten ihre Stomaversorgung per Paket- Lieferung. Das ist gerade bei den großen HomeCare-Unternehmen mit sehr vielen Stomaträgern (Kunden) wie z.B. bei Siewa, NomaMed und PubliCare der Fall. Da ist diese Versand-Art Standard.

Jedes dieser Unternehmen arbeitet dabei meist mit nur einem Paket-Dienst zusammen, und das ist größtenteils mit der DHL. Im letzten Streik bei Post und DHL blieben aber mehr Pakete liegen und wurden erst mit herblicher Verspätung ausgeliefert. Es sollten aber laut Angaben der Post aber 80% aller Sendungen die Empfänger noch pünktlich erreicht haben. Nach einer *Stichprobe des NDR kamen aber 60 von 100 Briefen zu spät und gerade mal 38 von 100 Briefen, waren nach 3 Werktagen am Ziel und damit Wohlwollend pünktlich. Dabei verspricht die Post bei Briefen sogar eine Zustellung binnen eines Werktages

Und so ein Streik kann uns (Stomaträger) gleich doppelt treffen. Bleibt das Paket mit der Stomaversorgung liegen, oder kommt erst Tage später zu uns, dann kann es mit der Not-Reserve sehr knapp werden oder gar gänzlich schon zu spät sein. Und mal ehrlich, schon einige Tage ohne Beutel am Bauch… das kann sich niemand so wirklich vorstellen. Wer seine Verordnung (Rezept), vor dem Versand einsenden muss, kann sich bei einem Streik, nicht sicher sein, dass es überhaupt ankommt.

Hier sind einige Tipps, damit eure Versorgung im erneuten Streikfall bei Post und DHL dennoch rechtzeitig ankommt:

Paket-Zustellung durch DHL?

  1. Fragt bei eurem HomeCare-Unternehmen nach, ob mit einer verzögerung bei der Lieferung gerechnet werden muss. Auf der sicheren Seite seid ihr, wenn euer Versorger nicht über DHL liefern lässt bzw. einen zweiten Paket-Dienst in der Rückhand hat. Bei Siewa weiß ich es, das Sie noch mit Trans-O-Flex die Stomaversorgung ausliefern, dadurch hatte ich keine Verzögerungen während des Streiks gehabt.
  2. Hat der Versorger seinen Firmensitz zufällig in deiner Wohnortnähe, kannst du auch die Stomaversorgung persönlich dort abholen.
  3. Bestell deine Stomaversorgung einfach früher als sonst. Du solltest von deiner Versorgung, die du zu Hause hast, noch mindestens für 2 Wochen Material zum Wechseln haben.
  4. Da es vor allem die Zustellung zu einem nach Haus betrifft, die sich im Streikfall verzögert, empfiehlt *hier die DHL die Zustellung an eine Packstation oder in eine Post-Filiale vor Ort
Bedenkt bitte: Das eine Änderung der Liefer-Anschrift, vorher mit eurem Versorger abgesprochen werden sollte.

Einsendung der Verordnungen (Rezepte)

  1. Fragt einfach eure Stomatherapeutin vom Versorger, ob Sie die Verordnung (Rezept) bei euch abholen kann, wenn Sie in der Nähe ist.
  2. Oftmals ist es auch möglich, das Verordnungen (Rezepte) per FAX oder E-Mail vorab an den Versorger geschickt werden können. Fragt auch freundlich nach, ob dadurch euer Paket schon früher zu Euch versendet werden kann.

Hinweis:
Wer sein Rezept statt mit der Post, durch eine andere Brief-Zustellfirma zustellen lassen möchte, sollte dabei Bedenken, das diese selbst auf die Post zurückgreifen, wenn Sie keine eigenen Zusteller vor Ort haben. Da nicht alle Brief-Dienstleister ein flächendeckendes Netz an Zustellern haben wie die Post.

Quelle des verwendeten Bilds:
Wenn die Post und DHL mal wieder Streikt. © Foto: Rike / pixelio.de

Wie fettiges Essen unserem Darm schadet

Tipps der Deutschen Krebshilfe im Darmkrebsmonat März München (elf) – Stark übergewichtige Menschen tragen ein doppelt so hohes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Doch was sind die Ursachen für diesen Zusammenhang? Münchner Wissenschaftler fanden nun heraus: Eine zu fettreiche Ernährung bringt die Darmflora aus ihrem sensiblen Gleichgewicht. Das lässt das Krebsrisiko ansteigen – auch bei Normalgewichtigen, wie die Forscher in der renommierten *Fachzeitschrift Nature berichteten. Die Deutsche Krebshilfe hat das wissenschaftliche Projekt mit 264.000 Euro gefördert.

 

 

 

 

 

 

 

Fettiges Essen schadet unserem Darm. © Foto: Florian Schmilinsky / pixelio.de

 

Pommes, Grillhahn, Bratwurst – Ob aus Zeitmangel oder schlicht aus Gewohnheit, immer häufiger greifen wir zu schnell verfügbarem und sehr fettigem Essen. Mit unseren Lebensgewohnheiten hat sich auch unser Essverhalten geändert. Gepaart mit mangelnder Bewegung kann dies zu Übergewicht führen. Ein zu hohes Körpergewicht geht einher mit einem erhöhten Risiko, an Krebs zu erkranken, insbesondere Darmkrebs. Epidemiologische Studien haben diesen Zusammenhang gezeigt.

Was die molekularen Ursachen für das erhöhte Krebsrisiko sind, war bislang unklar. Als Dr. Melek C. Arkan vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und ihr Team im Labor dieser Frage auf den Grund gingen, warfen sie einen genauen Blick auf die Darmflora. „Unsere Darmflora ist ein System aus unterschiedlichen Mikroorganismen, zum Großteil Bakterien. Diese übernehmen sehr wichtige Funktionen, wie etwa die Nahrung zu verdauen, lebenswichtige Stoffe zu produzieren und Krankheitserreger abzuwehren“, erklärt Arkan. Als Bestandteil des Verdauungssystems reagiere die Darmflora ganz sensibel darauf, was wir essen.

„Eine besonders fettreiche Ernährung führt dazu, dass die Darmflora aus ihrem Gleichgewicht geworfen wird“, beschreibt Arkan die experimentellen Beobachtungen. Einige Bakterienstämme kommen dann vermehrt, andere wiederum in geringeren Mengen im Darm vor. Das Forscherteam beobachtete im Labor: Diese Veränderungen in der Darmflora spielen eine ganz entscheidende Rolle bei der ernährungsbedingten Entstehung von Darmkrebs – unabhängig vom Gewicht.

Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass wir das Krebsrisiko senken können, indem wir das Gleichgewicht der Darmflora wiederherstellen? „Durch die Behandlung mit Butyrat – einem bakteriellen Endprodukt – konnten wir im Labor die bakterielle Zusammensetzung im Darm wieder angleichen“, schildert Arkan. „Und in der Tat haben wir beobachtet, dass dies vor der Krebsentstehung schützen kann.“

Unklar ist noch, ob die Laborergebnisse auch auf den Menschen zutreffen. Dies herauszufinden, ist nun das Ziel des Forscherteams. „Sollte dies der Fall sein, eröffnet sich uns die Möglichkeit, ganz gezielt individuelle Ernährungspläne zu erstellen“, betont Arkan. Besonders profitieren könnten davon Menschen, die durch andere Faktoren, wie etwa eine erbliche Vorbelastung oder Übergewicht ein ohnehin schon erhöhtes Risiko tragen.

„Wir müssen leider feststellen, dass immer mehr Menschen an Darmkrebs erkranken“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Hierbei spielt ganz offensichtlich die Ernährung mit eine Rolle. Je genauer wir daher die Ursachen für die Entstehung von Tumoren im Darm verstehen, umso besser können wir durch eine bewusste und gesunde Ernährung einer Erkrankung vorbeugen.“

*Publikation: Manon D. Schulz et.al. “High-fat-diet-mediated dysbiosis promotes intestinal carcinogenesis independently of obesity”, Nature (2014), doi: 10.1038/nature13398

Hintergrundinformation: Darmkrebsrisiko und Prävention
Darmkrebs (Kolonkarzinom) ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. 36.000 Männer und 29.000 Frauen erkranken jedes Jahr neu daran (Robert Koch Institut 2013). Er umfasst Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolon), des Enddarms (Mastdarm/Rektum) und des Darmausgangs (Anus). Zu den Risikofaktoren gehören schwere chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und bestimmte Darmpolypen, die als Vorläufer von bösartigen Darmtumoren zu sehen sind. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum und wenig Bewegung erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Quelle: Dr. med. Svenja Ludwig Pressestelle, Deutsche Krebshilfe e. V.

Kontakt:
Deutsche Krebshilfe e. V.,
Buschstraße 32,
53113 Bonn,
Deutschland, Nordrhein-Westfalen,
Dr. med. Svenja Ludwig,
Tel.: +49 (0) 228 / 72990-270
Fax: +49 (0) 228 / 72990-271,
eMail: ludwig(at)krebshilfe.de

Darmkrebs: Neue Op-Technik

Aus der Aktuelle Ausgabe der Apotheken Umschau 1. August 2015 A

Knapp 20 000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Enddarmkrebs. Da solch ein Tumor radikal entfernt werden muß, gelingt es nicht immer dabei, dass der Schließmuskel funktionsfähig erhalten bleibt.

Minimal-Invasiv: Enddarm-Tumore können schonender entfernt werden

Darmkrebs: Neue Op-Technik

Die „ Hybrid-Tamis TME “ -Methode, die gerade aktuelle von Chirugen der Uni Mainz getestet wird, könnte möglicherweise die Chance dafür verbessern, dass der Schließmuskel funktionsfähig erhalten bleibt. Mit dem minimal-invasiven Verfahren entfernen Chirurgen den Enddarmtumor Tumore vollständig: der Schließmuskel und dessen Funktion blieb bei allen bisher operierten Patienten dabei erhalten.

Quelle: www.unimedizin-mainz.de

Darmkrebsvorsorge – ein Appell, die Vorsorge zu nutzen

Duisburg: Ochtrop | Darmkrebsvorsorge – ein Appell, die Vorsorge zu nutzen, die zu Unrecht immer noch ein Schattendasein fristet.

Dank des Internets könne man sich vor einem Arztbesuch gut informieren  Das ist insofern sehr hilfreich, weil man so mehr über Vorbeugung, Therapie und Medikamentenverschreibung erfährt oder um es  zu verstehen.

Wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht, scheiden sich in der Medizin häufig die Geister. Was ist wirklich sinnvoll? Welche Untersuchungen verunsichern mehr als sie nutzen? Doch bei einem Check herrscht Einigkeit: bei der Darmkrebsvorsorge.

Quelle und weiter lesen hier—-> www.lokalkompass.de/duisburg/ratgeber/aktionsmonat-maerz-bekaempfung-von-darmkrebs

Wie der Grad der Behinderung ermittelt wird?

Wie hoch ist er für ein Stoma, und wo wird er beantragt, das sind die Fragen die einen beschäftigen, wenn man einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen möchte. Vorweg sei gesagt: ” das man für einen Stoma allein einen GdB von mindesten 50 zuerkannt bekommt.

Der Begriff „Grad der Behinderung” stammt aus dem deutschen Schwerbehindertenrecht (*SGB IX – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen). Damit wird ausgedrückt wie schwer man durch eine Behinderung beeinträchtigt ist. Der GdB wird auf Antrag durch das Versorgungsamt festgestellt, und mit einem Wert der zwischen 10 und 100 liegt angegeben. Wichtig er wird nicht in 100% bemessen sondern nur 100 ohne Prozent, da der GdB nicht in Prozent bemessen wird. Wenn der GdB mindestenst 50 beträgt bzw.liegt spricht schon man von einer Schwerbehinderung. In die Ermittlung des GdB fließen zum Zeitpunkt der Antragstellung alle bis dahin festgestellten Behinderungen (oder man spricht auch von Beeinträchtigungen) und chronische Erkrankungen mit ein. Die Behinderung (Beeinträchtigung) mit dem höchsten GdB, wird als Grundlage für die Ermittlung des Gesamten Grad der Behinderung genommen, zusätzliche Behinderungen können den GdB mit erhöhen. Der Sozialverband VdK Deutschland e.V. (VDK) hat dazu ein sehr informatives Video auf Youtube veröffentlicht, worin sehr anschaulich die Feststellung des GdB erklärt wird: zum Video *hier lang

Können auch Stomaträger eine Schwerbehinderung feststellen lassen? Dies ist eine sehr oft und meist sehr interessante Diskussion unter Stomaträger/innen, wie hoch denn der GdB für ein Stoma denn nun ist. Hier hilft der Blick in die *Versorgungsmedizin- Verordnung (Der uns betreffende Punkt 10. Verdauungsorgane) weiter. Er gibt die Grundsätze vor, nach dem GdB gemäß *Sozialgesetzbuch (SGB IX) Neuntes Buch Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen festzustellen ist. Hier wird man dann auch schnell fündig, das man allein schon für ein gut zu versorgendes Stoma ein GdB von 50 zuerkannt bekommt. Postum sind somit alle Stomträger/innen per Definition schwerbehindert und dadurch stehen einem dann auch die entsprechenden Nachteilsausgleiche zu. Den GdB von – zu 80 erhält man als Stomaträger/in bei typischen Komplikationen wenn das Stoma z.B. in einer Bauchfalte liegt und sich nur schlecht Versorgen lässt oder durch eine *Hernie Wenn weitere Beeinträchtigungen hinzukommen, so kann einem je nach Grund für seine Stomaanlage ein GdB von 100 zuerkannt werden. Warum scheint der GdB zwischen den Betroffenen zu schwanken mit ähnlicher bzw. vergleichbarer Krankengeschichte und der Stoma-Op? Wieso ist der GdB bei mir so hoch und bei anderen nicht? Diese und andere Fragen sollten dann an andere Stelle geklärt werden.